Lieber laut als leise: Tipps für den neuen Job

„Selig, glücklich und in echter Partylaune werden Sie sein, wenn Sie Ihren Arbeitsvertrag unter Dach und Fach gebracht haben. Alle Mühen, Anstrengungen und die aktive Lektüre haben sich gelohnt. „Alles ist gut“, sind Sie sich sicher. Doch weit gefehlt! Die aktive Jobaufnahme ist nur die eine Seite der Medaille. Im Job zu bleiben, und das am besten auch noch erfolgreich, ist die andere.

Damit das auch so bleibt, gebe ich Ihnen zwei Grundregeln für Ihr Verhalten mit auf den Weg: Machen Sie sich unentbehrlich! Fallen Sie mit Ihren Leistungen auf! Beide Regeln gehen Hand in Hand.

Zur ersten Regel: Wenn Sie etwas auf dem Kasten haben, dann bringen Sie alle Ihre Fähigkeiten in Ihren neuen Job ein. Ich sagte ALLE! Übernehmen Sie ruhig Arbeiten und Aufgaben, deren Erledigung und Übernahme niemand von Ihnen erwartet, weil Sie dafür gar nicht eingestellt wurden. Sicherlich, Sie werden denken „Ich muss mich doch erst einmal einarbeiten.“ Ja, das stimmt. Allerdings kriegen Sie gerade in der Einarbeitungsphase genau mit, was exakt von Ihnen erwartet wird und was entlang Ihrer Peripherie so alles passiert. Saugen Sie alle Informationen auf und gleichen Sie alles mit Iren Möglichkeiten ab. Wenn Ihre Vorgesetzten spüren, dass noch viel mehr in Ihnen steckt, als im Vorstellungsgespräch rüberkam, dann fallen Sie positiv auf und Ihre Rolle im Unternehmen wächst an Bedeutung. Ganz bestimmt können Sie nicht erwarten, dass sich das alles über Nacht abspielt. Nein, es wird schon einige Monate dauern. Dann aber haben Sie Ihren Stuhl fester ins Firmenfundament gegraben.

Zweierlei passiert dann noch: Sie haben Argumente für eventuelle Gehaltserhöhungen und bieten positive Gründe für mögliche Beförderungen. Oft ist es in der heutigen Zeit aber einfach nur wichtig, fest im Sattel zu sitzen und die damit verbundene finanzielle Sicherheit zu genießen. Was nützen Ihnen all Ihre Fähigkeiten wie planvolles und strukturiertes Arbeiten, mit dem Sie die Abteilung nach Übernahme durch Sie wieder auf Vordermann gebracht haben, wenn niemand davon etwas mitbekommen hat? Gar nichts, rein gar nichts. Das müssen Sie ändern. Sofort!

Lernen können Sie aus dem Taschenbuch „Generation Doof“ von Anne Weiss und Stefan Bonner. Auf den 336 Seiten berichten die Autoren über Zeitgenossen, die denken, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin, der Nordpol wäre ein skandinavisches Land und der Bundestag ein gesetzlicher Feiertag. Mit vielen Einzelfällen schließen die Urheber auf den Geisteszustand vieler Menschen, die in den Achzigern geboren wurden.

Lustig zu lesen wie Menschen Karriere machen, OHNE viel zu können. Vielleicht, so meinen die Autoren, sei dies auch ein möglicher Grund für die Wirtschaftskrise. Vielleicht geht es im Büro nicht so richtig vorwärts, weil eine neue Mitarbeiterin immer sehr laut darüber stöhnt, das sie schon wieder länger bleiben muss, als die anderen. Viel länger, denn Sie habe noch soooo viele E-Mails zu bearbeiten. Gerade diese Kollegin ist es, die stets den Eindruck macht, dass ihr Fortankommen und Umsatz des Betriebs so richtig am Herzen liegen. Sie ist eine Kandidatin bei anstehenden Beförderungen! Dass alles nur ein Fake und die E-Mails in ihrem Postfach von Auktionshäusern und Verzeichnissen der Social Communitiy (siehe Kapitel Networking mit Twitter, Facebook und Xing) stammen, das verrät sie selbstverständlich niemandem.

Von der können Sie viel lernen! Sie verhält sich nicht so leise wie ein Mauerblümchen. Nein: Sie ist brüllend laut ohne dass etwas dahinter steckt. Aber sie fällt auf! Genau das ist es was auch Sie lernen müssen.

Wenn Sie sich im neuen erfolgreich etablieren möchten, dann müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre positven Leistungen (!) überhaupt jemandem auffallen, dass sie sichtbar sind. Nur wenn Ihr Vorgesetzter auch merkt, dass Sie gute Arbeit geleistet haben, dann haben Sie Ihren Job gut erledigt. Das nennt sich Marketing in eigener Sache oder wie die Fachleute sagen, Selbstmarketing.

Diese Art der Eigenwerbung muss nicht marktschreierisch laut sein. Es geht auch leise. Seinen Anfang nimmt das Marketing bereits ganz zu Beginn: Mit Ihrem Auftreten und Ihrer Erscheinung steuern Sie den ersten Eindruck. Mit Ihrer positiven Art Dinge beim Namen zu nennen, den zweiten. Meiden Sie Kollegen, die sich ständig nur beklagen (Früher war alles ganz anders!) und über Arbeitumstände und -klima jammern. Hier sind Sie falsch aufgehoben.

Vorteilhafter ist es, wenn Sie gute Laune und Arbeitseifer aussenden. „Tu Gutes und rede drüber“, lautet Ihr Arbeitsauftrag. Warten Sie nicht bis Sie irgendwann vom Glück überfahren werden und der Chef merkt, dass Sie erfolgreich gearbeitet haben. Stubsten Sie ihn ruihig mit der Nase drauf, denn der Chef denket meistens nur an das Eine: An sich!

 

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